Merkur
Der Merkur ist der nächste Planet zur Sonne und ist seit der Antike bekannt. Erst eine Raumsonde, die Mariner 10 im Jahre 1974/75, umkreiste den Himmelskörper. Die Oberfläche weist zahlreiche Krater auf. Überraschend für die Wissenschaftler war, daß der Merkur ein zwar schwaches aber sehr ausgeprägtes Magnetfeld besitzt. An den Polen glaubt man durch Radar Eisablagerungen in den Kratern, die zu jeder Zeit im Schatten liegen, gefunden zu haben.
Den Merkur durch ein Teleskop zu beobachten ist schwierig, da er sich für den Beobachter auf der Erde meist nur 25º von der Sonne entfernt. Somit geht er mit der Sonne auf und wieder unter. Nur wenige Wochen im Jahr kann der Planet in der Abenddämmerung beobachtet werden. Durch das Teleskop ist er dann als kleine sichelförmige Scheibe zu erkennen. Seine Oberfläche bleibt dem Erdbeobachter allerdings verborgen. Nur mit Raumsonden oder professionellen Instrumenten wird auch sie sichtbar.
Eigenschaften der Umlaufbahn
Siderische Umlaufzeit 87,97 Tage
Synodische Umlaufzeit 115,98 Tage
Mittlere Entfernung zur Sonne 0,387 AE
Mittlere Entfernung zur Sonne 57.909.000 km
Min. Entfernung zur Erde 82.130.000 km
Exzentrizität der Umlaufbahn 0,20564
Neigung der Ekliptik 7° 00'
Umlaufgeschwindigkeit 48 km/s
Physikalische Eigenschaften
Rotationszeit 58,65 Tage
Abplattung 0
Äquatorialer Radius 2439,7 km
Masse, bezogen auf die Erdmasse 0,0553
Mittlere Dichte 5430 kg/m3
Mittl. Temperatur auf der Oberfläche 167°C
Albedo 0,06
Schwerkraft 0,38 g
Trabanten keine
Hauptbestandteile der Atmosphäre Ne H