Neptun
Neptun läßt sich am Himmel nicht mehr mit bloßem Auge erkennen. Der Gasplanet wurde aufgrund der Schwerkraftwirkung auf Uranus entdeckt. Der Mathematiker Urbain J.J. Leverrier und der Engländer John C. Adams hatten 1846 zeitgleich die Störungen der Uranusposition als Wirkung eines noch weiter außen kreisenden Planeten erkannt. Während Adams bei der Royal Astronomical Society für seine Berechnungen belächelt wurde, konnte Leverrier den Astronom an der Berliner Strenwarte, Johann Galle, für seine Theorie erwärmen. Zusammen mit Galles Assistenten Heinrich D´Arrest konnten die Wissenschaftler bereits in der ersten Nacht mit dem Fernrohr den Planeten an der berechneten Position ausmachen.
Der Vorbeiflug der Voyager II im Jahre 1989 brachte die ersten und einzigen detaillierten Bilder des Neptun. Zu sehen ist ein großer weißer Fleck auf dem Planeten und ein Ringsystem. Eine Besonderheit ist der Neptunmond Triton, der sich entgegen dem Rotationssinn seines Mutterplaneten dreht.
Eigenschaften der Umlaufbahn
Siderische Umlaufzeit 164,79 Jahre
Synodische Umlaufzeit 367,49 Tage
Mittlere Entfernung zur Sonne 30,07 AE
Mittlere Entfernung zur Sonne 4.498.253.000 km
Min. Entfernung zur Erde 4.310.600.000 km
Exzentrizität der Umlaufbahn 0,01060
Neigung der Ekliptik 1° 46'
Umlaufgeschwindigkeit 5 km/s
Physikalische Eigenschaften
Rotationszeit 16,11 Stunden
Abplattung 0,017081
Äquatorialer Radius 24.764 km
Masse, bezogen auf die Erdmasse 17,236
Mittlere Dichte 1650 kg/m3
Mittl. Temperatur der Atmosphäre -200°C
Albedo 0,49
Schwerkraft 1,12 g
Hauptbestandteile der Atmosphäre H2 He CH4
Trabanten S/2002 N1
  S/2002 N2
  S/2002 N3
Trabanten Triton Nereid Naiad Thalassa
  Despina Galatea Larissa Proteus